Crowdfunding oder Schwarmfinanzierung ist eine Art der Finanzierung. Mit dieser Methode der Geldbeschaffung lassen sich Projekte die Umsetzung von Geschäftsideen und vieles andere mit Eigenkapital, zumeist in Form von stillen Beteiligungen, versorgen. Eine so finanzierte Unternehmung und ihr Ablauf werden auch als eine Aktion bezeichnet. Ihre Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Personen.

Crowdfunding in Deutschland

Nach zwei kleinen erfolgreich finanzierten Projekten Ende 2010 kann das Jahr 2011 als Startjahr für Crowdfunding in Deutschland betrachtet werden. Insgesamt stehen auf den fünf Plattformen inkubato, mySherpas, pling, Startnext und VisionBakery 30 verschiedene Projektkategorien zur Verfügung, wobei der Schwerpunkt auf künstlerischen und kreativen Projekten liegt. So sind Kategorien wie Design, Kunst, Mode, Musik, Film bzw. Video, Foto, Events/Ausstellung, Bühne/Theater, Essen & Trinken, Journalismus sowie Sport häufig vertreten. Per Ende September 2011 gab es auf den fünf Plattformen insgesamt 310 beendete Projekte. Davon wurden 120 Projekte erfolgreich finanziert. Dies entspricht einer Erfolgsquote von 39 %.

Eingesammelt werden konnten dabei in den ersten drei Monaten 2011 76.515 €. Im Folgequartal konnte dieser Wert mit 122.003 € um 60 % gesteigert werden. Für das dritte Quartal waren es 154.833 €, sodass sich für die ersten neun Monate 2011 ein Volumen von 353.351 € ergibt. Auf den Bereich des Crowdfunding für Immobilien ist die Plattform Kapitalfreunde spezialisiert.

Crowdfunding in Österreich

In Österreich ist die Platform http://www.respekt.net/  seit Oktober 2010 aktiv. Unter dem Motto "Investieren in die Zivilgesellschaft" sieht sich der gemeinnützige Verein als Plattform für gesellschaftspolitisches Engagement. Bis 1. Januar 2012 wurden 202.134 Euro an Spenden für Projekte gesammelt. Dieser gemeinnützige Verein lebt natürlich nicht von Luft und Liebe sondern bei einem positiv durchgeführten Projekt, entstehen dadurch Kosten zwischen 9,84 -14,4 % (inkl. MWSt.) des abgewickelten Projektes.

Ob das unter gemeinnützig fällt soll jeder für sich selbst entscheiden. Es ist jedenfalls empfehlenswert die Liste der Vereinsmitglieder zu lesen.